Privatisierungen im Öffentlichen Dienst

Eine beispiellose Privatisierungswelle hat den gesamten öffentlichen Dienst, und im Besonderen Sozialeinrichtungen in öffentlicher Trägerschaft erfasst. Seit Anfang der 90er Jahre sind nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst weggefallen. Im Bereich der öffentlichen Krankenhäuser und Heilstätten reduzierte sich die Gesamtzahl der Beschäftigten in den Jahren 2000 bis 2004 allein auf kommunaler Ebene von 257.000 auf 170.000 Beschäftigte.

Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung, wenn man die kommunalen Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft und in privater Trägerschaft unterscheidet. Hier liegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes vor, die Beschäftigte aus den Bereichen Gesundheit, Erholung, Umwelt und Sport zusammenfassen; die Gesundheitsberufe stellen dabei mit Abstand die größte Gruppe: Während die Mitarbeitendenzahl in öffentlich-rechtlichen Einrichtungen in diesem Segment in den Jahren 2002 bis 2004 von 22.000 auf 14.600 sank, stieg die der Mitarbeitenden in Einrichtungen, die zwar noch den Kommunen gehören, die aber von privaten Trägern betrieben werden, im gleichen Zeitraum von 151.000 auf 177.000.