Strategien gegen den Fachkräftemangel

Es ist schon heute abzusehen, dass im Zuge der Alterung der Gesellschaft qualifizierte Nachwuchs-Fachkräfte künftig immer schwieriger zu finden sein werden. Diese Entwicklung stellt alle Branchen vor große personalwirtschaftlche Herausforderungen, auch die Diakonie.

Dem Wettbewerb um gut ausgebildete junge Leute wird sich auch die Diakonie stellen müssen. Es wird immer wichtiger, jüngeren Fachkräften attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten. Diese wollen nicht nur angemessene Einstiegsentgelte. Von großer Bedeutung wird künftig auch die Familienfreundlichkeit von Beschäftigungsmöglichkeiten sein. Jungen Menschen sollte die Chance gegeben werden, berufliche Karriere und Kinderwunsch in Einklang zu bringen. Das ist im Hinblick auf die niedrige Geburtenrate in Deutschland auch gesellschaftspolitisch dringend erforderlich.  Kinderbetreuungsangebote, flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit, z.B. Erziehungszeiten ohne berufliche Beeinträchtigungen einzulegen, sind personalwirtschaftliche Handlungsfelder auch für diakonische Unternehmen.

Zugleich muss der Umgang mit alternden Belegschaften verbessert werden. Das nicht nur in der Diakonie immer noch weit verbreiteten Vorurteil, ältere Mitarbeitende seien weniger leistungsfähig als jüngere, hat die Arbeitswissenschaft widerlegt. Allerdings muss für ältere Mitarbeitende in körperlich belastenden Arbeitsbereichen für Ausgleich gesorgt werden bzw. gesundheitsschutzfördernde Maßnahmen konsequent zur Anwendung kommen.

Der Austausch von Erfahrungswissen und fachlichem Know-how zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden muss in den Unternehmen stärker institutionalisiert werden. Durch den Aufbau von altersgemischten Teams kann daneben auch eine Entlastung Älterer von körperlich beanspruchenden Arbeiten erreicht werden. So lässt sich die Leistungsfähigkeit der Belegschaft langfristig sichern.