PRESSEMITTEILUNG | Gemeinsam Personalentwicklung unternehmensübergreifend in der Diakonie gestalten

Teilnehmende haben auf der zweiten Tagung des VdDD und der fakd „Gemeinschaften & Unternehmen“ neue Wege der diakonischen Zusammenarbeit ausgelotet und Chancen unternehmensübergreifender Personalentwicklung betont

Am 6. Dezember 2017 kamen gut 60 Fachleute aus diakonischen Gemeinschaften und Unternehmen in Kassel zur zweiten Tagung „Gemeinschaften & Unternehmen – Personalentwicklung gemeinsam strategisch denken“ zusammen. Der Kommunikations- und Erfahrungsaustausch im Rahmen der Verantstaltung ist eine Besonderheit im kirchlichen Bereich sozialer Dienstleistungen.

In drei Fachforen wurde angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen von Diversität, Säkularisierung und dem drohenden Fachkräftemangel das wichtige strategische Thema der gemeinsamen Personalgewinnung, Mitarbeiterbindung und damit verbundenen Personalentwicklung in diakonischen Unternehmen und diakonischen Gemeinschaften diskutiert. Mitglieder der diakonischen Gemeinschaften sind in fast allen Arbeitsbereichen der Diakonie präsent und prägen in ganz unterschiedlicher Weise die diakonischen Unternehmen, in denen sie tätig sind. Dabei ist inbesonders ihre fachliche und theologische Doppelqualifikation ein Vorteil.

In seinem Beitrag betonte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie, diakonische Gemeinschaften würden in der Personalentwicklung eine besondere Rolle einnehmen. Ihre  gelebte Verbindlichkeit zu ihren Gemeinschaften drücke sich in einer besonderen Verbindlichkeit und Verantwortung für den diakonischen Auftrag aus. „Mit ihrer kommunikativen Kompetenz bringen zudem viele Mitglieder sehr gute Voraussetzungen mit für die immer stärker dezentralisierten diakonischen Angebote und das Denken und Arbeiten in Netzwerken“, sagte Lilie.

Dr. Ingo Habenicht, Vorstandsvorsitzender des Ev. Johanneswerks Bielefeld und VdDD-Vorstandsmitglied, verdeutlichte, dass diakonische Gemeinschaften und diakonische Unternehmen denselben Auftrag zur qualifizierten diakonischen Hilfeleistungen haben. Bei aller Unterschiedlichkeit von Gemeinschaften und Unternehmen in der Diakonie müssten sie schon deshalb im Gespräch bleiben. 

Dr. Roland Schulz, ehemaliger Personalvorstand der Henkel-Gruppe und nun Kuratoriumsvorsitzender der Diakonie Düsseldorf, stellte dar, wie bedeutend eine systematische und strategische Personalentwicklung für Unternehmen sei. Das gelte auch für die diakonischen Unternehmen. Es dürfe nicht zu einer Zufälligkeit oder Willkürlichkeit kommen. 

Eine Zielsetzung der diesjährigen Tagung war, die Chancen einer unternehmensübergreifenden Personalentwicklung in Zusammenarbeit zwischen den diakonischen Gemeinschaften und den diakonischen Unternehmen künftig mehr zu nutzen. Dazu sollten pragmatische Konzepte entwickelt werden, die auch, wenn es der Unternehmensstrategie entspricht, die Möglichkeiten der internationalen Praxiserfahrungen einbeziehen. Die diakonischen Gemeinschaften und Unternehmen können durch weltweite Vernetzung Erfahrungen auf fachlicher und persönlicher Ebene für Mitarbeitende bieten, die für die alltägliche Arbeit bereichernd und für die Personalentwicklung nutzbar sind. Ein weiterer wichtiger Ansatz gemeinsamer Aktivitäten sind Maßnahmen in der diakonischen Fort- und Weiterbildung.

Veranstaltet wurde die Tagung von der Führungsakademie für Kirche und Diakonie (fakd), dem Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland e.V. (VdDD), dem Kaiserswerther Verband Deutscher Diakonissen-Mutterhäuser e.V., dem Verband Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland e.V. (VEDD), dem Zehlendorfer Verband für Evangelische Diakonie e.V. und der Diakonie Deutschland. Dr. Ingolf Hübner, Diakonie Deutschland, und Dr. Silke Köser, fakd, moderierten die Veranstaltung in Kassel. 

Die Führungsakademie für Kirche und Diakonie (fakd) bietet Bildung, Training und Beratung für Menschen in Leitungs- und Führungspositionen von Kirche und Diakonie. 

Der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) vertritt als diakonischer Bundesverband die Interessen von mehr als 180 Mitgliedsunternehmen und fünf Regionalverbänden mit rund 450.000 Beschäftigten. Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind die Weiterentwicklung des kirchlich-diakonischen Tarif- und Arbeitsrechts, Themen aus Personalwirtschaft und -management sowie die unternehmerische Interessenvertretung der Träger und Einrichtungen.

 

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