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PRESSEMITTEILUNG | „Digitaler“ Dienst am Nächsten? Was diakonische Unternehmen und Social Start-ups verbindet (und was sie trennt)

Beim ersten VdDD-Salon am Dienstagabend diskutierten die Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, der Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, Frank-Jürgen Weise, und Innenstaatssekretär Klaus Vitt die Innovationsfähigkeit sowie Hürden gemeinnütziger Unternehmen im digitalen Wandel.

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales im Bundeskanzleramt stellte fest: „Als einer der größten Arbeitgeber im Land stehen diakonische Unternehmen in der gesellschaftlichen, sozialen und unternehmerischen Verantwortung, ihr Angebot an Dienstleistungen in der Gesundheits- und Sozialbranche weiterzuentwickeln. Auch im digitalen Zeitalter sind sie gefordert, vor Ort soziale Bedarfe auszumachen und nah an den Hilfebedürftigen passende innovative Angebote zu entwickeln. Daher ist es zentral für alle Akteure im Wohlfahrtswesen, die Digitalisierung in ihren jeweiligen Handlungsfeldern voranzutreiben.“

Klaus Vitt, Staatssekretär für Inneres im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, sagte: „Auch die diakonischen Unternehmen kommen an der Digitalisierung nicht vorbei. Genau wie in anderen Branchen und in der Verwaltung werden sie den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft nur begegnen können, wenn sie dies strukturiert angehen. Intern bedarf es hierfür am Besten einer eigenen Digitalisierungs-Agenda. Sie ist die Basis, um die Geschäftsfelder auf ihr Digitalisierungspotenzial hin zu analysieren, entsprechende Maßnahmen zu definieren und diese dann priorisiert umzusetzen. Parallel dazu gibt es die externe Sicht, denn nicht nur für die großen Online-Anbieter gilt heutzutage: ‚Nutzerorientierung first‘. Nur wenn es gelingt, die eigenen Dienstleistungen mit einem attraktiven, einfachen und effizient nutzbaren Online-Angebot zu verknüpfen, werden die eigenen Kunden dies auch wirklich nutzen.“

Frank-Jürgen Weise, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. betonte: „Am digitalen Wandel kommt keiner vorbei. Diakonische Unternehmen nutzen aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung heraus den technologischen Fortschritt, um ihre Angebote für Hilfebedürftige zu verbessern: Egal, ob der Einsatz von Drohnen bei der Suche nach vermissten Personen, die Gründung einer digitalen Plattform für Pflege- und Betreuungsangebote oder die Entwicklung digitaler Assistenten im häuslichen Umfeld; Diakonische Unternehmen wie die Johanniter - stärken mit innovativen Konzepten den gesellschaftlichen Zusammenhalt, weil sie für Betroffene und Angehörige für Entlastung durch moderne und zukunftsfähige Leistungen sorgen."

Unter der Leitfrage „Was diakonische Unternehmen mit Airbnb, Wikipedia und Co. teilen – und was nicht.“ wurde beim ersten VdDD-Salon diskutiert. Diakonische Unternehmen und Social Start-ups streben beide danach, soziale Angebote und Dienstleistungen als Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen der Zeit zu entwickeln. Vorgaben aus dem Gemeinnützigkeitsrecht oder exklusive Förderprogramme für die freie Wirtschaft erschweren gemeinnützigen Unternehmen allerdings die Umsetzung digitaler Innovationen.

Der VdDD-Salon ist Teil der Kampagne „die diakonischen unternehmen“, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung sowie die Innovationsfähigkeit diakonischer Unternehmen in Deutschland betont (mehr Infos: www.die-diakonischen-unternehmen.de ).

 

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