PRESSEMITTEILUNG | Gesamtpaket: Vergütungs-Spitzenplatz sichern – Verlässlichkeit stärken – Qualifizierung voranbringen

Dienstgebervertreter zeigten sich zum Auftakt der Entgeltrunde für die Diakonie verhandlungs- und kompromissbereit 

Am vergangenen Freitag (17. Mai 2019) begannen die Verhandlungen für Entgelterhöhungen für Mitarbeitende in der Diakonie, die nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Deutschland (AVR DD) vergütet werden. Bei den Gesprächen in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland (ARK DD) zeigten sich die Dienstgebervertreter kompromissbereit und betonten, dass man ein Gesamtpaket schnüren wolle, das die Arbeitsbedingungen in der Diakonie weiter verbessert. 

Im Gespräch signalisierten sie die Bereitschaft zu einem Gesamtangebot, das Entgeltsteigerungen insbesondere für Fachkräfte und Ärzte vorsieht sowie neue strukturelle Akzente setzen könnte. So liegt ein Vorschlag vor, eine „Vertretungsbereitschaft“ einzuführen, bei der Mitarbeitende sich in einem Zeitfenster von bis zu zwei Stunden für einen kurzfristigen Einsatz bereit halten. Dies würde mit bis zu 45 Euro gesondert entlohnt. Dazu erklärt Thomas Sopp, Vorsitzender des Fachausschusses der Dienstgeber: „Es gibt kurzfristig nicht genügend Fachkräfte, die wir einstellen könnten – der Fachkräftemangel vor allem in der Pflege ist in vielen Regionen eklatant. Aber wir können einen Beitrag dazu leisten, die Arbeitsbedingungen für die vorhandenen Mitarbeitenden zu verbessern und Arbeitseinsätze verlässlicher und besser planbar zu gestalten. Dazu könnte die Vertretungsbereitschaft ein erster Schritt sein.“ Einen weiteren Baustein, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, stellt eine Qualifizierungsoffensive dar: Die Dienstgeber schlagen vor, Pflegehilfskräfte bei einer Weiterbildung zur Fachkraft zu unterstützen.

Von den Dienstnehmervertretern erhoffen sich die Dienstgeber Verhandlungsbereitschaft u.a. in Hinblick auf die Zeitzuschläge: „Wir wollen die Zeitzuschläge für Sonntags- und Nachtarbeit erhöhen: Denn diese sind steuerbegünstigt und kommen direkt und ohne Abzüge bei den Beschäftigten im Portemonnaie an“, erklärt Dietmar Prexl als Vertreter der Dienstgeber in der ARK DD. Samstagsarbeit hingegen wird nach dem Steuerrecht nicht privilegiert – Zuschläge „verpuffen“ deswegen teilweise. Hier könnte gespart werden, um an anderer Stelle die Beschäftigten effektiver zu vergüten. 

„Wir haben ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt, das uns weiterhin einen Spitzenplatz bei der Vergütung von Fachkräften in den sozialen Berufen sichern würde, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zügig verbessert und zur Qualifizierung beiträgt“, so das Fazit von Dietmar Prexl und Thomas Sopp.

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