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PRESSEMITTEILUNG | Tarifbindung in der Diakonie bleibt hoch

91,4 Prozent der Beschäftigten in der Diakonie werden nach einem kirchlich-diakonischen Tarifwerk bezahlt


Die Tarifbindung innerhalb der Diakonie zeigt sich auf hohem Niveau stabil: 2020 lag sie – zum dritten Mal in Folge – in den diakonischen Unternehmen bei über 90 Prozent, so das Ergebnis der jährlichen Herbstumfrage des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland e.V. (VdDD). An der Umfrage beteiligten sich 111 VdDD-Mitgliedsunternehmen mit insgesamt rund 130.000 Beschäftigten. 

Christian Dopheide, Vorstandsvorsitzender des VdDD, zeigt sich angesichts dieser Kontinuität erfreut: „Eine derart hohe Tarifbindung in der Fläche ist sowohl im brancheninternen als auch im branchenübergreifenden Vergleich schon fast eine Rarität.“ In der Gesamtwirtschaft lag die Tarifbindung der Beschäftigten zuletzt bei 52 Prozent, die Tendenz ist seit Jahren rückläufig (Quelle: IAB-Betriebspanel 2019). „Wir wissen um den Wert verbindlicher Tarife für gute Arbeitsbedingungen, auch in der Pflege.“ Ausdrücklich begrüßt er deshalb den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Spahn, nachdem nur tarifgebundene Pflegeanbieter ihre Kosten mit den Pflegekassen abrechnen können sollen. „Mit diesem Vorgehen würden verlässliche Spielregeln für alle Anbieter gelten, regionen- oder trägerspezifische Spielräume blieben jedoch erhalten – anders als dies zum Beispiel bei einem auf die gesamte Branche erstreckten Einheitstarif wäre“, so Christian Dopheide. 

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